Wat mutt, dat mutt!
Notfallvorsorge
Wat mutt, dat mutt – Vorsorge für den Ernstfall
Krisen und Katastrophen passieren selten – aber wenn sie eintreten, ist Vorbereitung entscheidend. Stromausfälle, extreme Wetterlagen, größere Schadensereignisse oder andere Krisensituationen können jederzeit auftreten. Wer vorbereitet ist, kann ruhiger reagieren und sich und seine Familie besser schützen.
Auf dieser Seite findest du deshalb unseren Notfallvorsorge-Check, mit dem du Schritt für Schritt prüfen kannst, wie gut dein Haushalt vorbereitet ist und was eventuell noch fehlt. Der Check orientiert sich an den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und wurde zusätzlich mit praktischen Erfahrungen aus Einsätzen in Krisen- und Kriegsgebieten ergänzt.
Neben dem Vorsorge-Check findest du hier auch weitere Tipps und Hinweise – zum Beispiel zur Vorsorge im Alltag, zum richtigen Verhalten im Notfall und dazu, wie du dich und deine Familie möglichst gut auf unterschiedliche Situationen vorbereiten kannst.
Notfallvorsorge-Check für 10 Tage
Prüfen Sie Schritt für Schritt, wie gut Ihr Haushalt auf Stromausfälle, Katastrophenlagen und andere Krisensituationen vorbereitet ist. Die Inhalte orientieren sich an den allgemeinen Vorsorgeempfehlungen des BBK und sind auf eine Vorsorge für 10 Tage ausgelegt.
Check konfigurieren
Wählen Sie zuerst den Prüfmodus. Danach legen Sie Haushaltsgröße und Haustiere fest. Anschließend können Sie einzelne Bereiche auswählen. Standardmäßig sind alle Bereiche aktiv.
Prüfmodi
Der Schnellcheck zeigt die wichtigsten Kernpunkte für eine grundlegende Vorsorge. Der ausführliche Check enthält die vollständigen Einzelpunkte aus der BBK-Checkliste, angepasst auf eine Vorsorge für 10 Tage.
Benötigtes Trinkwasser
20 Liter
2 Liter pro Person und Tag für 10 Tage
Haustiere
0 Tiere
Zusätzlicher Wasser- und Futterbedarf wird grob mitberücksichtigt
Wichtiger Praxistipp
Vorrat alltagstauglich
Lagern Sie möglichst nur Lebensmittel, die Sie ohnehin essen, und tauschen Sie den Vorrat regelmäßig aus.
Essen und Trinken
0 / 0 erledigtWasser und haltbare Lebensmittel bilden die Grundlage jeder Notfallvorsorge.
Information und Kommunikation
0 / 0 erledigtAuch ohne Strom müssen Warnungen empfangen und Kontakte erreichbar bleiben.
Licht und Wärme
0 / 0 erledigtBei Stromausfällen braucht es Lichtquellen und Schutz vor Kälte.
Hausapotheke
0 / 0 erledigtDie Hausapotheke sollte für typische Alltagsbeschwerden und kleinere Verletzungen vorbereitet sein.
Notgepäck
0 / 0 erledigtWenn Sie Ihre Wohnung kurzfristig verlassen müssen, spart vorbereitetes Notgepäck wertvolle Zeit.
Brandschutz
0 / 0 erledigtEin solider Brandschutz wird in Krisenlagen noch wichtiger.
Hygiene
0 / 0 erledigtAuch bei Ausfällen muss grundlegende Hygiene gesichert bleiben.
Sonstiges
0 / 0 erledigtWeitere sinnvolle Punkte, die in besonderen Lagen den Unterschied machen können.
Vorsorge im Alltag
Kurzüberblick
- wichtige Dokumente griffbereit halten
- Kopien anfertigen
- digital sichern
- Notfallkontakte notieren
In Krisensituationen kann es notwendig sein, wichtige Unterlagen schnell zur Hand zu haben. Dazu gehören beispielsweise Personalausweise, Reisepässe, Versicherungsunterlagen, medizinische Dokumente oder wichtige Verträge. Es ist sinnvoll, Kopien dieser Dokumente anzufertigen und zusätzlich digital zu sichern. Bewahre die Unterlagen möglichst an einem festen und leicht erreichbaren Ort auf.
Kurzüberblick
- Treffpunkte festlegen
- Notfallkontakte festlegen
- Aufgaben im Notfall klären
- Kinder einbeziehen
Besprich mit deiner Familie oder deinem Haushalt, was im Ernstfall zu tun ist. Legt Treffpunkte fest, falls ihr euch verliert oder getrennt werdet. Klärt, wer wichtige Angehörige informiert und welche Aufgaben im Notfall übernommen werden. Besonders Kinder sollten wissen, an wen sie sich wenden können und wie sie Hilfe bekommen.
Kurzüberblick
- Warn-Apps installieren
- Radio bereithalten
- lokale Informationsquellen kennen
In Krisensituationen sind verlässliche Informationen entscheidend. Installiere Warn-Apps wie NINA oder KATWARN auf deinem Smartphone. Halte ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio bereit, um auch bei Stromausfällen informiert zu bleiben. Informiere dich außerdem über regionale Informationsquellen und offizielle Behördenmeldungen.
Kurzüberblick
- wichtige Einrichtungen in der Umgebung kennen
- mögliche Schutzorte identifizieren
- Anlaufstellen der Behörden kennen
- Wege und Alternativen im Umfeld prüfen
Ausführlich
Es kann hilfreich sein, sich mit der eigenen Umgebung etwas genauer zu beschäftigen. In besonderen Lagen kann dieses Wissen entscheidend sein.
Dazu gehört zum Beispiel zu wissen:
- Wo befinden sich Krankenhäuser und Apotheken?
- Wo sind Feuerwachen oder Polizeidienststellen?
- Welche öffentlichen Gebäude wie Gemeindezentren oder Schulen könnten im Notfall als Anlaufstellen dienen?
Auch Orte mit stabiler Bauweise können in bestimmten Situationen Schutz bieten. Dazu können beispielsweise U-Bahnstationen, Tiefgaragen, Schutzräume oder andere massive Gebäude gehören.
Wichtig ist außerdem zu überlegen:
- Welche Wege führen aus der eigenen Umgebung heraus?
- Welche Alternativen gibt es, wenn Straßen blockiert sind?
- Wo könnten sich Sammelstellen oder Hilfsangebote befinden?
Ein grundlegendes Verständnis der eigenen Umgebung kann im Ernstfall helfen, schneller und sicherer zu handeln.
Kurzüberblick
- Vorräte regelmäßig prüfen
- Lebensmittel lagern, die man auch im Alltag nutzt
- haltbare Lebensmittel bevorzugen
- Zubereitung ohne Strom berücksichtigen
Ein kleiner Vorrat an Wasser und Lebensmitteln hilft, einige Tage unabhängig zu bleiben, wenn Versorgungssysteme vorübergehend ausfallen.
Beim Aufbau eines Vorrats ist es sinnvoll:
- Lebensmittel zu lagern, die man ohnehin im Alltag nutzt.
So können Vorräte regelmäßig verbraucht und wieder ersetzt werden. - haltbare Produkte zu wählen, zum Beispiel Konserven, haltbare Lebensmittel oder Produkte mit langer Lagerfähigkeit.
- darauf zu achten, dass Lebensmittel auch ohne Strom oder aufwendige Zubereitung nutzbar sind.
Neben Grundnahrungsmitteln können auch kleine Genussmittel oder Süßigkeiten sinnvoll sein. Gerade in schwierigen Situationen können solche Dinge helfen, die Stimmung zu stabilisieren – besonders bei Kindern.
Verhalten im Ernstfall
Kurzüberblick
- Gebäude aufsuchen oder im Gebäude bleiben
- Fenster und Türen schließen
- Lüftung und Klimaanlagen ausschalten
- Warnmeldungen verfolgen
- Anweisungen der Behörden befolgen
Bei einem Chemieunfall oder der Freisetzung gefährlicher Stoffe ist es wichtig, möglichst wenig Kontakt mit der Außenluft zu haben. Suche ein Gebäude auf und schließe Fenster und Türen. Schalte Lüftungsanlagen und Klimaanlagen aus. Informiere dich über Radio, Warn-Apps oder offizielle Meldungen über die weitere Lage. Folge unbedingt den Anweisungen von Feuerwehr, Polizei oder Katastrophenschutz und verlasse den Schutzraum erst, wenn Entwarnung gegeben wird.
Kurzüberblick
- Anweisungen der Behörden folgen
- Notgepäck mitnehmen
- Wohnung sichern
- Sammelstellen aufsuchen
- hilfsbedürftige Personen unterstützen
Wenn Behörden eine Evakuierung anordnen, solltest du diese Anweisung sofort befolgen. Nimm dein vorbereitetes Notgepäck, wichtige Dokumente, Medikamente und notwendige persönliche Gegenstände mit. Schalte wenn möglich Strom, Gas und Wasser ab und schließe Fenster und Türen. Begib dich zu den vorgesehenen Sammelstellen oder Unterkünften. Unterstütze nach Möglichkeit ältere oder hilfsbedürftige Menschen in deiner Umgebung.
Kurzüberblick
- Ruhe bewahren
- Taschenlampen nutzen
- Radio für Warnmeldungen verwenden
- Kühlschrank geschlossen halten
- Wasser und Vorräte nutzen
Bei einem großflächigen Stromausfall funktionieren viele Systeme nicht mehr, zum Beispiel Beleuchtung, Kommunikation, aber auch Kassensysteme oder teilweise auch die Wasserversorgung. Nutze Taschenlampen statt offener Flammen. Informiere dich über Radio oder offizielle Warnmeldungen über die Lage. Öffne Kühlschrank und Gefrierfach möglichst selten, damit Lebensmittel länger kühl bleiben. Unterstütze bei längeren Stromausfällen auch Menschen in deiner Umgebung, die Hilfe benötigen.
Kurzüberblick
- Gebäude möglichst nicht verlassen
- lose Gegenstände sichern
- gefährdete Bereiche meiden
- Warnmeldungen verfolgen
- Anweisungen der Behörden beachten
Extreme Wetterlagen wie Sturm, Starkregen, Hochwasser oder Hitze können große Schäden verursachen. Halte dich möglichst in sicheren Gebäuden auf und vermeide unnötige Wege im Freien. Informiere dich regelmäßig über Warnmeldungen. Meide überflutete Bereiche oder beschädigte Infrastruktur. Folge den Anweisungen von Behörden und Einsatzkräften.
Kurzüberblick
- Ruhe bewahren
- offizielle Informationen verfolgen
- Schutzräume oder sichere Gebäude aufsuchen
- Vorräte nutzen
- Anweisungen der Behörden folgen
Im Verteidigungsfall oder bei militärischen Angriffen ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich über offizielle Informationskanäle auf dem Laufenden zu halten. Suche möglichst stabile Gebäude oder Schutzräume auf und halte Abstand zu militärischen Einrichtungen oder kritischer Infrastruktur. Nutze vorbereitete Vorräte, um einige Tage unabhängig zu bleiben. Befolge unbedingt die Anweisungen von Behörden, Katastrophenschutz und Einsatzkräften.